Stand und Quellen dieses Kurses
Der Kurs „KI für KMU“ führt zu jedem Modul eine Belegdatei: eine Quelle je Aussage –
und eine Liste dessen, was wir bewusst nicht behaupten. Beides steht hier offen.
10 Module · 71 belegte Aussagen ·
37 ausdrücklich nicht behauptete Punkte ·
Seite erzeugt am 15. August 2026
Modul 1 Was KI realistisch tut
Belege geprüft: 25. Juli 2026
Belegte Aussagen
| Aussage im Modul |
Beleg (Primärquelle) |
| Gerichtsfall New York 2023: zwei Anwälte reichten einen KI-Schriftsatz mit sechs frei erfundenen Gerichtsentscheidungen ein; das Gericht verhängte 5.000 Dollar Strafe |
*Mata v. Avianca, Inc.*, No. 1:22-cv-01461 (S.D.N.Y.), Opinion and Order on Sanctions vom 22.06.2023 (Richter P. Kevin Castel): Sanktion von 5.000 USD gegen die Anwälte/Kanzlei; sechs zitierte Entscheidungen als nicht existent festgestellt. Volltext öffentlich über CourtListener (Docket 22-cv-01461, Dok. 54). |
| Bild „Ceci n'est pas une banane": Objekterkennung beschriftet echte Banane und Foto einer Banane identisch |
Bildbeschreibung des Künstlers auf betterimagesofai.org (Max Gruber); Aussage im Sprechertext ist die Bildaussage selbst, keine eigene Messung. |
Was dieses Modul bewusst nicht behauptet
- Keine Produktivitäts-Prozentzahlen, keine Marktstudien-Zahlen, keine Anbieterpreise.
- Keine Aussage, dass KI-Fehler („Erfinden") vollständig vermeidbar wären — das Modul sagt das Gegenteil (gehört zur Funktionsweise).
- Keine Rechtsberatung; der Fall Mata v. Avianca dient als dokumentiertes Warnbeispiel.
Modul 2 Der erste Skill
Belege geprüft: 25. Juli 2026
Belegte Aussagen
| Aussage im Modul |
Beleg |
| „Skill" ist der Produktbegriff bei Claude für eine einmal angelegte, wiederholt abrufbare Fähigkeit |
Anthropic-Produktdokumentation (Claude Skills). Der Kurs erklärt den Begriff, behauptet keine UI-Details; die genauen Klickwege liefern die Bildschirmaufnahmen der UI-Clip-Session. |
Was dieses Modul bewusst nicht behauptet
- Keine gemessene Zeitersparnis, keine Prozentzahlen, keine Fremdstudien.
- Keine konkreten Klickpfade der Claude-Oberfläche (kommen als Screenshots/Clips, damit sie beim UI-Wechsel aktualisierbar bleiben und nicht im vertonten Ton stehen).
- Die Beispiele (Familie Berger, Anfrage aus England) sind erkennbar konstruierte Persona-Fälle, keine echten Kundendaten.
Modul 3 Sicher und DSGVO
Belege geprüft: 25. Juli 2026
Belegte Aussagen (jeweils Primärquelle: Verordnungstext)
| Aussage im Modul |
Beleg |
| DSGVO gilt für jeden Betrieb, der personenbezogene Daten verarbeitet (keine Mindestgröße) |
VO (EU) 2016/679 (DSGVO), Art. 2 (sachlicher Anwendungsbereich), Art. 4 Nr. 1, 2, 7 — abgestellt wird auf die Verarbeitung, nicht auf die Betriebsgröße |
| Grundregel „so wenig personenbezogene Daten wie möglich" = Datenminimierung |
DSGVO Art. 5 Abs. 1 lit. c |
| Gesundheitsdaten (Krankenstand, Allergie) stehen unter besonderem Schutz → Ampel Rot |
DSGVO Art. 9 Abs. 1 (besondere Kategorien personenbezogener Daten) |
| Wer personenbezogene Daten für Sie verarbeitet, braucht einen Vertrag (AVV) — unabhängig von Betriebsgröße und Standort |
DSGVO Art. 28 Abs. 3 |
| Verarbeitung in den USA ist zulässig, wenn der Anbieter unter dem EU-US-Datenschutzrahmen zertifiziert ist; „seit Sommer zweitausenddreiundzwanzig" |
Angemessenheitsbeschluss der Europäischen Kommission zum EU-US Data Privacy Framework vom 10.07.2023, C(2023) 4745 (auf Basis Art. 45 Abs. 3 DSGVO) |
| Die Liste der zertifizierten US-Firmen ist öffentlich einsehbar |
Data Privacy Framework Program, offizielle Teilnehmerliste unter dataprivacyframework.gov |
| Meldung einer Datenpanne an die Datenschutzbehörde binnen 72 Stunden |
DSGVO Art. 33 Abs. 1 (Meldung an die Aufsichtsbehörde „möglichst binnen 72 Stunden", sofern die Verletzung voraussichtlich zu einem Risiko führt) |
Was dieses Modul bewusst nicht behauptet
- Kein Bußgeld-Wording, keine Drohkulisse — das Modul motiviert über die sichere Linie („anonymisieren oder lassen"), nicht über Strafrahmen.
- Keine Aussage über einen konkreten Anbieter (auch nicht über Anthropic/Claude): ob AVV und DPF-Zertifizierung vorliegen, prüft der Lerner selbst beim Anbieter seiner Wahl — genau das lehrt die Folie „Zwei Fragen entscheiden über den Anbieter".
- Keine Aussage, dass Art.-33-Meldungen bei jedem Vorfall nötig wären; der Sprechertext knüpft die 72-Stunden-Frist an „eine echte Datenpanne" und nutzt sie als Begründung für sofortiges internes Melden.
- Keine Rechtsberatung — das Modul liefert Betriebs-Faustregeln.
Modul 4 Das zweite Gehirn
Belege geprüft: 25. Juli 2026 (Verdichtungs-Runde)
Zahlen- und Produktaussagen
| Aussage im Modul |
Beleg |
Status |
| Bei Claude heißt der Ort für abgelegtes Wissen Projekt; ein Projekt hat ein Feld für Anweisungen und nimmt hochgeladene Dateien an (Word, PDF, Text) |
Produktoberfläche Claude (claude.ai → Projekte); Anthropic-Hilfe zu Projects |
✅ Produktstand Juli 2026; vor Verkauf am eigenen Konto gegenchecken (UI-Screenshots folgen aus der Clip-Session) |
| Nutzung „auch vom Handy" |
Claude Apps für iOS/Android, Projekte sind dort erreichbar |
✅ Produktstand Juli 2026 |
| Zeitangaben der Nutzen-Tabelle („Minuten suchen → Sekunden fragen", „Wochen → fragt sich selbst ein", Urlaubs-Anrufe) |
Keine Messung behauptet. Folie und Sprechertext rahmen dies ausdrücklich als „Heute typisch / Realistisches Ziel"; der Sprechertext fordert den Lerner auf, die eigene Vorher-Zahl selbst zu stoppen |
✅ bewusst als Ziel gerahmt (Lehre aus dem Tiefenaudit: keine erfundenen Zeitersparnisse) |
| „Startliste in einer halben Stunde", „eine Stunde bis zum antwortenden Projekt" |
Aufwandsschätzung, als solche formuliert („schreiben Sie in …") — keine Messbehauptung |
✅ Schätzung, nicht als Messung verkauft |
Rechtsaussagen
| Aussage im Modul |
Beleg |
| Gesundheitsdaten, Personalakten, fremde Verträge/Geheimnisse bleiben draußen („rote Ampel gilt auch hier") |
Verweis auf Modul 3 (Ampel); Grundlage Art. 9 DSGVO (besondere Kategorien) und vertragliche Verschwiegenheit — Modul 4 stellt keine eigenen neuen Rechtsbehauptungen auf |
Was dieses Modul bewusst nicht behauptet
- ❌ Konkrete gemessene Zeitersparnisse oder Prozentwerte — nur „Heute typisch / Realistisches Ziel".
- ❌ Dass die KI aus dem Projekt nie erfindet — das Gegenteil wird gelehrt (Abschlussfrage: Fundstelle verlangen; Projekt-Anweisung „sage ehrlich, wenn etwas fehlt").
- ❌ Tarif- oder Datenschutzaussagen — die gehören zu Modul 8 (dort belegt).
Modul 5 Von Hand zu automatisch
Belege geprüft: 25. Juli 2026 (Verdichtungs-Runde)
Zahlenaussagen
| Aussage im Modul |
Beleg |
Status |
| „Ein Beleg kostet in der Verarbeitung wenige Cent" (Folie „Der Beleg-Skill arbeitet die ganze Woche für Sie", sichtbarer Hinweis + Sprechertext) |
Anthropic-API-Preisliste (platform.claude.com/docs/en/pricing, geprüft 25.07.2026): Haiku 4.5 $1/$5, Sonnet $3/$15 je Mio. Token. Ein Beleg-Foto liegt in der Größenordnung ~1.000–1.600 Input-Token plus wenige hundert Output-Token → rechnerisch deutlich unter 1 Cent bis wenige Cent je Beleg, selbst mit größeren Modellen. Im Abo-Tarif (Pro/Team) ist die Nutzung ohnehin pauschal enthalten. |
✅ Größenordnung an der Primärquelle verifiziert; USD-Preise, bewusst nur „wenige Cent" ohne exakte Zahl |
| Nutzen-Tabelle „Belege erfassen 3 Std/Woche → 20 Min prüfen", „Wettbewerber-Preise 30 Min/Tag → automatisch" |
Keine Messung behauptet. Spaltenköpfe lauten „Heute typisch / Realistisches Ziel"; der Sprechertext sagt ausdrücklich „bewusst als realistisches Ziel, nicht als Messung" und verweist auf die eigene Vorher-Messung (Modul 10: Ausgangszahl stoppen) |
✅ bewusst als Ziel gerahmt |
| „Das Abtippen von Hand kostet Minuten Ihrer Arbeitszeit" |
Triviale Alltagsbeobachtung, keine Studienzahl |
✅ unstrittig |
Produkt-/Strukturaussagen
| Aussage im Modul |
Beleg |
| „Skill" = bei Claude eine einmal sauber erklärte, wiederholt abrufbare Aufgabe |
Eingeführt und belegt in Modul 2 (dort Terminologie-Basis); Anthropic-Doku zu Skills |
| Auslöser „nach Zeitplan" und „bei Ereignis" brauchen Zugriff auf Ablage/Postfach → Modul 10 (Anbindungen); bis dahin „auf Zuruf" |
Kurs-interner Verweis, deckungsgleich mit Modul 10 („Anbinden oder nicht") — bewusst keine Detail-Produktzusagen zu Automations-Features |
Was dieses Modul bewusst nicht behauptet
- ❌ Exakte Cent-Beträge oder EUR-Preise je Beleg (nur Größenordnung; Anthropic publiziert USD).
- ❌ Dass Skills ohne Freigabe laufen sollen — das Gegenteil ist Kursprinzip.
- ❌ Dass Zeitplan-/Ereignis-Auslöser ohne Einrichtung sofort verfügbar sind — ausdrücklich an Modul 10 (Anbindung) delegiert.
- ❌ Gemessene Zeitersparnisse — nur „Heute typisch / Realistisches Ziel".
Modul 6 Mensch oder KI
Belege geprüft: 14. August 2026
Zahlen im Deepfake-Block
| Aussage im Modul (Stand 25.07.2026) |
Beleg |
Status |
| Jede zehnte Person war allein im Vorjahr von Kriminalität im Internet betroffen |
CyMon 2026, BSI-Überschrift „Jede zehnte Person allein im Vorjahr betroffen" (bsi.bund.de, Digitalbarometer-Seite + Ergebnispräsentation) |
✅ an der Primärquelle verifiziert |
| Betrug ist die häufigste Deliktform im Internet |
CyMon-2026-Kurzbericht „Online-Betrug und KI": „Bereits seit 2019 … Den größten Anteil an Straftaten im Internet stellen Betrugsformen dar." |
✅ verifiziert |
| 47 % glauben, KI-generierte Bilder erkennen zu können (Selbstüberschätzung) |
CyMon-2026-Ergebnispräsentation: „Knapp die Hälfte der Befragten (47 %) meint, KI-generierte Bilder erkennen zu können" |
✅ verifiziert |
| Wenige Sekunden Tonmaterial genügen für einen Stimmklon |
Konsens der Sicherheitsforschung; u. a. BSI-Themenseite Deepfakes |
✅ unstrittig |
Regeln und Rechtsaussagen
| Aussage im Modul |
Beleg |
| Rückruf-Regel: Identität bei sensiblen Anfragen (Überweisung, Kontoänderung, Datenherausgabe) über bekannten Kontaktweg rückbestätigen |
WKO-Empfehlungen zu CEO-Fraud/„Fake-Chef-Trick" (wko.at, Cybersecurity-Ratgeber); deckungsgleich mit BSI- und Polizei-Präventionsempfehlungen |
| Extern gehende KI-Texte: menschliche Freigabe vor Versand; Kenntlichmachung, wo Kunden direkt mit KI interagieren |
WKO-Leitlinien für den KI-Einsatz im Betrieb (Regeln zu Freigabe und Transparenz); Art. 50 KI-VO (Transparenzpflichten) |
| „Die Kennzeichnung verlangt ab August 2026 auch das Gesetz" |
Art. 50 KI-VO, Geltungsbeginn 2.8.2026 — vom Digital Omnibus (VO (EU) 2026/1744, ABl. L 24.07.2026) nicht verschoben; siehe ../07-ki-kompetenz-gesetz/QUELLEN.md |
| Urheberrecht: rein maschinelle Erzeugnisse ohne menschliche Schöpfung ohne Urheberrechtsschutz; Schutz erst durch eigenen schöpferischen Anteil |
§ 1 österr. UrhG („eigentümliche geistige Schöpfung"), h. M. für EU/AT; entsprechende WKO-Hinweise zu KI und Urheberrecht |
| Automatisches Aussortieren/Vorsortieren von Bewerbungen = „rot"; „solche Systeme stuft das europäische KI-Recht als Hochrisiko ein" (Ampel-Folie + Sprechertext, Abschlussfrage 4) |
Art. 6 Abs. 2 i. V. m. Anhang III Nr. 4 lit. a KI-VO (VO (EU) 2024/1689): KI-Systeme für Einstellung/Auswahl, insb. Sichtung und Filterung von Bewerbungen, sind Hochrisiko-Systeme. Bewusst OHNE „Pflicht/Bußgeld"-Wording; Empfehlung im Kurs: für Kleinbetriebe schlicht keine automatischen Entscheidungen über Personen |
| KI-Ausgaben können fremde Rechte verletzen → Prüfung vor Veröffentlichung |
allgemeiner urheberrechtlicher Grundsatz; WKO-Hinweise zu KI-Output |
Nachgezogen am 14. August 2026 — Art. 50 gilt jetzt
| Stelle |
vorher |
jetzt |
| Modul 7, Timeline |
„Ab zweitem August … kommen die Kennzeichnungspflichten" |
„Seit zweitem August … gelten die Kennzeichnungspflichten" |
| Modul 7, Haftungsfolie |
„Dazu kommt ab August … die Marktaufsicht" |
„Dazu arbeitet seit August … die Marktaufsicht" |
| Modul 6, Kennzeichnung |
„verlangt ab August … auch das Gesetz" |
„verlangt seit August … auch das Gesetz" |
Was dieses Modul bewusst nicht behauptet
- ❌ Dass man Deepfakes hören oder technisch sicher erkennen kann — das Modul sagt das Gegenteil (das Muster zählt, nicht die Stimme).
- ❌ Konkrete österreichische Fallzahlen — belastbar lag nur die BSI-Zahl (Deutschland) vor.
- ❌ Dass KI-Output nie schutzfähig ist — der eigene schöpferische Anteil kann Schutz begründen.
- ❌ Versicherungs- oder bankrechtliche Detailfragen (wer bei CEO-Fraud haftet) — Orientierung, keine Rechtsberatung.
Modul 7 KI-Kompetenz: was das Gesetz verlangt
Belege geprüft: 14. August 2026
Die Pflicht
| Aussage im Modul |
Beleg |
| Art. 4 KI-VO (VO (EU) 2024/1689) gilt seit 2.2.2025 |
Verordnungstext, Art. 4 i. V. m. Art. 113 |
| Trifft Anbieter und Betreiber — nicht nur Hersteller |
Art. 4, Legaldefinitionen Art. 3 |
| Auftragnehmer sind nicht selbst verpflichtet, müssen aber von Ihren Maßnahmen erfasst sein, wenn sie in Ihrem Auftrag mit dem System arbeiten |
Art. 4 („Personen, die in ihrem Auftrag … betrieben werden") |
| Keine Mindestgröße, keine Branchenschwelle; ausgenommen ist rein private Nutzung außerhalb der Arbeit |
FAQ der Europäischen Kommission zur KI-Kompetenz |
| Bloßes Aushändigen der Bedienungsanleitung genügt nicht |
dieselbe FAQ |
Strafrahmen und das echte Risiko
| Aussage im Modul |
Beleg |
| Die 35 Mio. € / 7 % gelten für verbotene Praktiken (Art. 5), nicht für die Kompetenzpflicht |
Art. 99 Abs. 3 — Art. 4 ist dort nicht genannt |
| Kein Zertifikat vorgeschrieben |
Kommission und österreichische KI-Servicestelle sagen das ausdrücklich |
| Das reale Risiko ist die Haftung für ungeschultes Personal |
Hinweis der österreichischen KI-Servicestelle (RTR) |
| Vier Nachweis-Unterlagen: KI-Strategie, interne Richtlinie, Schulungskonzept, Aufzeichnungen je Person |
Empfehlung der KI-Servicestelle |
| RTR beantwortet Fragen kostenlos; WKO stellt Muster-Richtlinien für KMU bereit |
RTR-KI-Servicestelle, WKO |
✅ Omnibus-Aussagen am 25.07.2026 an der PRIMÄRQUELLE (EUR-Lex) verifiziert
| Aussage im Modul |
Befund an der Primärquelle |
| „Sie schulden Maßnahmen, die KI-Kompetenz fördern, kein garantiertes Niveau je Person" |
✅ Bestätigt (VO (EU) 2026/1744). Art. 4 verlangt nunmehr Maßnahmen zur Förderung der KI-Kompetenz („take measures to promote AI literacy") statt „sicherstellen"; ein bestimmtes Kompetenzniveau je Person ist ausdrücklich nicht geschuldet. Kommission und Mitgliedstaaten sollen Kompetenzaufbau unterstützen. |
| „Hochrisiko-Regeln verschoben auf Dezember 2027" |
✅ Bestätigt (VO (EU) 2026/1744). Anhang III (eigenständige Hochrisiko-KI): 2. Dezember 2027. Anhang I (KI in regulierten Produkten): 2. August 2028. |
| „Ab 2. August 2026 kommen die Kennzeichnungspflichten" (Fristen-Folie) |
✅ Bestätigt: Der Geltungsbeginn von Art. 50 bleibt der 2. August 2026 (Übergangsfenster nur für Bestandssysteme/Umsetzungsdetails). Wer die Omnibus-Verschiebung pauschal auf „alles ist später" verkürzt, liegt hier falsch. |
Nachtrag 2026-07-27: Art.-4-Prüfung — was belegt ist und was nicht
| Kursaussage |
Ergebnis |
| Verpflichtet sind Anbieter und Betreiber |
trifft zu — beide Gruppen sind ausdrücklich adressiert |
| Geschuldet sind Maßnahmen, kein garantiertes Niveau je Person |
trifft zu — „to their best extent" |
| Auch Personen, die im Auftrag mit dem System befasst sind, sind erfasst |
trifft zu |
| Keine Mindestgröße, keine Branchenschwelle |
trifft zu — der Artikel kennt keine solche Ausnahme |
Nachgezogen am 14. August 2026 — Art. 50 gilt jetzt
| Stelle |
vorher |
jetzt |
| Modul 7, Timeline |
„Ab zweitem August … kommen die Kennzeichnungspflichten" |
„Seit zweitem August … gelten die Kennzeichnungspflichten" |
| Modul 7, Haftungsfolie |
„Dazu kommt ab August … die Marktaufsicht" |
„Dazu arbeitet seit August … die Marktaufsicht" |
| Modul 6, Kennzeichnung |
„verlangt ab August … auch das Gesetz" |
„verlangt seit August … auch das Gesetz" |
Was dieses Modul bewusst nicht behauptet
- ❌ Konkrete Bußgeldhöhen für die Kompetenzpflicht — es gibt keine; wer sie nennt, erfindet sie.
- ❌ Dass eine Teilnahmebestätigung die Pflicht erfüllt. Das Modul sagt ausdrücklich das Gegenteil: sie ersetzt keine Pflicht, sie erspart die Beweisführung.
- ❌ Dass man diesen Kurs braucht. Das Modul sagt, der Betrieb darf alles selbst intern machen — das Gesetz erlaubt es ausdrücklich.
- ❌ Aussagen zu nationalen Durchführungsgesetzen außerhalb Österreichs.
- ❌ Rechtsberatung. Der Kurs gibt Orientierung; die Formulierung steht im Sprechertext.
Modul 8 Welchen Claude Sie brauchen
Belege geprüft: 22. Juli 2026
Preise (claude.com/pricing, support.claude.com)
| Aussage im Modul |
Beleg |
| Free 0 · Pro 20 USD/Mon. (17 jährlich) · Team 25 USD/Sitz (20 jährlich) · Enterprise ab 20 USD/Sitz + Verbrauch |
claude.com/pricing |
| Team ab ZWEI Mitgliedern |
support.claude.com: „Team plans require a minimum of two members." |
| Nutzungslimits mit Reset (Session + Woche) |
support.claude.com, Pro-Artikel |
| Zusatzguthaben lässt Nutzung zu API-Raten weiterlaufen |
support.claude.com, „Manage extra usage" |
Datenschutz je Tarif (privacy.claude.com, code.claude.com/docs/data-usage)
| Aussage im Modul |
Beleg |
| Free/Pro/Max: Training mit Nutzereingaben, wenn Einstellung an (Default an, abschaltbar) |
code.claude.com/docs/en/data-usage |
| Aufbewahrung 5 Jahre mit Zustimmung, 30 Tage ohne |
dieselbe |
| Team/Enterprise/API: kein Training per Default |
„does not train generative models … under commercial terms" |
| DPA automatisch Teil der Commercial ToS, inkl. SCC |
privacy.claude.com, DPA-Artikel |
| Keine EU-Datenresidenz über claude.ai / Team / Enterprise |
claude.com/regional-compliance listet für Europa nur AWS Bedrock und GCP Vertex; der First-Party-Dienst taucht in der Regionstabelle nicht auf |
Was dieses Modul bewusst nicht behauptet
- ❌ EUR-Preise. Anthropic publiziert nur USD („pricing in your local currency where supported"). Umrechnen und als Fakt verkaufen wäre erfunden — das Modul nennt USD und sagt das dazu.
- ❌ „Claude for Small Business" ist ein Tarif. Es ist ein Connector-/Workflow-Paket in Cowork, kein Preistarif; die EU/AT-Verfügbarkeit ist auf beiden offiziellen Seiten nicht genannt.
- ❌ Datei-Upload-Grenzen (30 MB / 20 Dateien o. ä.) — nur Drittquellen, keine Anthropic-Seite.
- ❌ Konkrete Wochenlimit-Zahlen — Anthropic veröffentlicht nur Relationen, keine Absolutwerte.
- ❌ Artifacts- und MCP-Tarifzuordnung — keine offizielle Tarif-Matrix auffindbar.
Modul 9 Gut fragen und Fehler erkennen
Belege geprüft: 25. Juli 2026 (Verdichtungs-Runde)
Belegte Aussagen
| Aussage im Modul |
Beleg |
| Die EU-Kommission zählt das Verständnis des Erfindungs-Risikos ausdrücklich zum Kern der KI-Kompetenz (Folie „Die KI sagt nicht die Wahrheit…") |
FAQ der Europäischen Kommission zur KI-Kompetenz (dieselbe Quelle wie Modul 7, dort verlinkt/belegt) |
| KI gibt das Wahrscheinliche aus und füllt Wissenslücken mit plausibel Klingendem, im selben sicheren Ton |
Grundprinzip generativer Sprachmodelle; deckungsgleich mit Modul 1 („Wenn die KI erfindet") — keine Zahlenbehauptung |
Was dieses Modul bewusst nicht behauptet
- ❌ Konkrete Zeitersparnis-Prozente oder -Messungen durch gutes Prompten — es gibt keine eigene Messung; Nutzenmessung lehrt Modul 10 mit den Zahlen des Betriebs.
- ❌ „Geheime Zauberwörter"/Prompt-Tricks mit garantierter Wirkung — das Modul sagt das Gegenteil; auch der Satz „bitte sagen statt raten" wird ehrlich als „wirkt nicht immer, aber oft" gerahmt.
- ❌ Konkrete Normen-, Paragraphen- oder Fristenwerte in den Beispielen — die Beispiele erzählen bewusst, DASS solche Angaben erfunden werden, ohne selbst welche zu behaupten.
Modul 10 Anbindung und Einführung im Betrieb
Belege geprüft: 25. Juli 2026 (Verdichtungs-Runde)
Anbindungen („Connectors")
| Aussage im Modul |
Beleg |
| Anbindungen heißen in der Claude-Oberfläche „Connectors" |
Anthropic-Produktoberfläche/Support-Doku (Begriff seit 2025 etabliert) |
| Die Microsoft-365-Anbindung muss der Administrator einmalig freigeben (Admin Consent) |
support.claude.com, Microsoft-365-Connector-Artikel |
| Mit privaten Microsoft-Konten funktioniert sie nicht (nur Arbeits-/Schulkonten) |
dieselbe Quelle |
| Im Team-/Enterprise-Tarif entscheidet der Konto-Eigentümer/Admin, welche Connectors erlaubt sind |
support.claude.com, Connector-Verwaltung für Organisationen; deckt sich mit Modul 8 („Eigentümer gibt Anbindungen frei") |
| „In allen Tarifen verfügbar" (M365/Google-Connector) |
Bestandsaussage des Moduls (Anthropic-Doku); 🔴 wie die offenen M8-Punkte vor dem Verkauf am echten AT-Konto gegenchecken |
Betriebsrat (Österreich)
| Aussage im Modul |
Beleg |
| Systeme, die geeignet sind, Mitarbeiterverhalten zu erfassen, können eine Betriebsvereinbarung erfordern; es zählt die Eignung, nicht die Absicht |
§ 96 Abs 1 Z 3 ArbVG (Kontrollmaßnahmen, die die Menschenwürde berühren — zustimmungspflichtig); bewusst weich formuliert („können … erfordern"), keine Einzelfall-Rechtsberatung |
| Unter fünf Beschäftigten gibt es keinen Betriebsrat |
§ 40 Abs 1 ArbVG (Betriebsrat ab dauernd mindestens fünf Arbeitnehmern) |
Was dieses Modul bewusst nicht behauptet
- ❌ Konkrete Zeitersparnisse oder Erfolgsquoten von KI-Einführungen.
- ❌ Rechtsaussagen zu Betriebsvereinbarungen außerhalb Österreichs.
- ❌ Verfügbarkeits- oder Funktionszusagen für eigene Systeme (Warenwirtschaft etc.) — ausdrücklich als „eigenes Projekt" gerahmt.
Diese Übersicht wird aus den Belegdateien des Kurses erzeugt, nicht von Hand gepflegt –
sie kann dem Kurs deshalb nicht davonlaufen. Rechtsangaben sind Orientierung und ersetzen keine
Rechtsberatung. Claude ist eine Marke der Anthropic PBC; dieser Kurs ist ein unabhängiges Angebot.