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Stand und Quellen

Stand und Quellen dieses Kurses

Der Kurs „KI für KMU“ führt zu jedem Modul eine Belegdatei: eine Quelle je Aussage –
und eine Liste dessen, was wir bewusst nicht behaupten. Beides steht hier offen.

10 Module · 71 belegte Aussagen ·
37 ausdrücklich nicht behauptete Punkte ·
Seite erzeugt am 15. August 2026

Modul 1 Was KI realistisch tut

Belege geprüft: 25. Juli 2026

Belegte Aussagen

Aussage im Modul Beleg (Primärquelle)
Gerichtsfall New York 2023: zwei Anwälte reichten einen KI-Schriftsatz mit sechs frei erfundenen Gerichtsentscheidungen ein; das Gericht verhängte 5.000 Dollar Strafe *Mata v. Avianca, Inc.*, No. 1:22-cv-01461 (S.D.N.Y.), Opinion and Order on Sanctions vom 22.06.2023 (Richter P. Kevin Castel): Sanktion von 5.000 USD gegen die Anwälte/Kanzlei; sechs zitierte Entscheidungen als nicht existent festgestellt. Volltext öffentlich über CourtListener (Docket 22-cv-01461, Dok. 54).
Bild „Ceci n'est pas une banane": Objekterkennung beschriftet echte Banane und Foto einer Banane identisch Bildbeschreibung des Künstlers auf betterimagesofai.org (Max Gruber); Aussage im Sprechertext ist die Bildaussage selbst, keine eigene Messung.

Was dieses Modul bewusst nicht behauptet

  • Keine Produktivitäts-Prozentzahlen, keine Marktstudien-Zahlen, keine Anbieterpreise.
  • Keine Aussage, dass KI-Fehler („Erfinden") vollständig vermeidbar wären — das Modul sagt das Gegenteil (gehört zur Funktionsweise).
  • Keine Rechtsberatung; der Fall Mata v. Avianca dient als dokumentiertes Warnbeispiel.

Modul 2 Der erste Skill

Belege geprüft: 25. Juli 2026

Belegte Aussagen

Aussage im Modul Beleg
„Skill" ist der Produktbegriff bei Claude für eine einmal angelegte, wiederholt abrufbare Fähigkeit Anthropic-Produktdokumentation (Claude Skills). Der Kurs erklärt den Begriff, behauptet keine UI-Details; die genauen Klickwege liefern die Bildschirmaufnahmen der UI-Clip-Session.

Was dieses Modul bewusst nicht behauptet

  • Keine gemessene Zeitersparnis, keine Prozentzahlen, keine Fremdstudien.
  • Keine konkreten Klickpfade der Claude-Oberfläche (kommen als Screenshots/Clips, damit sie beim UI-Wechsel aktualisierbar bleiben und nicht im vertonten Ton stehen).
  • Die Beispiele (Familie Berger, Anfrage aus England) sind erkennbar konstruierte Persona-Fälle, keine echten Kundendaten.

Modul 3 Sicher und DSGVO

Belege geprüft: 25. Juli 2026

Belegte Aussagen (jeweils Primärquelle: Verordnungstext)

Aussage im Modul Beleg
DSGVO gilt für jeden Betrieb, der personenbezogene Daten verarbeitet (keine Mindestgröße) VO (EU) 2016/679 (DSGVO), Art. 2 (sachlicher Anwendungsbereich), Art. 4 Nr. 1, 2, 7 — abgestellt wird auf die Verarbeitung, nicht auf die Betriebsgröße
Grundregel „so wenig personenbezogene Daten wie möglich" = Datenminimierung DSGVO Art. 5 Abs. 1 lit. c
Gesundheitsdaten (Krankenstand, Allergie) stehen unter besonderem Schutz → Ampel Rot DSGVO Art. 9 Abs. 1 (besondere Kategorien personenbezogener Daten)
Wer personenbezogene Daten für Sie verarbeitet, braucht einen Vertrag (AVV) — unabhängig von Betriebsgröße und Standort DSGVO Art. 28 Abs. 3
Verarbeitung in den USA ist zulässig, wenn der Anbieter unter dem EU-US-Datenschutzrahmen zertifiziert ist; „seit Sommer zweitausenddreiundzwanzig" Angemessenheitsbeschluss der Europäischen Kommission zum EU-US Data Privacy Framework vom 10.07.2023, C(2023) 4745 (auf Basis Art. 45 Abs. 3 DSGVO)
Die Liste der zertifizierten US-Firmen ist öffentlich einsehbar Data Privacy Framework Program, offizielle Teilnehmerliste unter dataprivacyframework.gov
Meldung einer Datenpanne an die Datenschutzbehörde binnen 72 Stunden DSGVO Art. 33 Abs. 1 (Meldung an die Aufsichtsbehörde „möglichst binnen 72 Stunden", sofern die Verletzung voraussichtlich zu einem Risiko führt)

Was dieses Modul bewusst nicht behauptet

  • Kein Bußgeld-Wording, keine Drohkulisse — das Modul motiviert über die sichere Linie („anonymisieren oder lassen"), nicht über Strafrahmen.
  • Keine Aussage über einen konkreten Anbieter (auch nicht über Anthropic/Claude): ob AVV und DPF-Zertifizierung vorliegen, prüft der Lerner selbst beim Anbieter seiner Wahl — genau das lehrt die Folie „Zwei Fragen entscheiden über den Anbieter".
  • Keine Aussage, dass Art.-33-Meldungen bei jedem Vorfall nötig wären; der Sprechertext knüpft die 72-Stunden-Frist an „eine echte Datenpanne" und nutzt sie als Begründung für sofortiges internes Melden.
  • Keine Rechtsberatung — das Modul liefert Betriebs-Faustregeln.

Modul 4 Das zweite Gehirn

Belege geprüft: 25. Juli 2026 (Verdichtungs-Runde)

Zahlen- und Produktaussagen

Aussage im Modul Beleg Status
Bei Claude heißt der Ort für abgelegtes Wissen Projekt; ein Projekt hat ein Feld für Anweisungen und nimmt hochgeladene Dateien an (Word, PDF, Text) Produktoberfläche Claude (claude.ai → Projekte); Anthropic-Hilfe zu Projects ✅ Produktstand Juli 2026; vor Verkauf am eigenen Konto gegenchecken (UI-Screenshots folgen aus der Clip-Session)
Nutzung „auch vom Handy" Claude Apps für iOS/Android, Projekte sind dort erreichbar ✅ Produktstand Juli 2026
Zeitangaben der Nutzen-Tabelle („Minuten suchen → Sekunden fragen", „Wochen → fragt sich selbst ein", Urlaubs-Anrufe) Keine Messung behauptet. Folie und Sprechertext rahmen dies ausdrücklich als „Heute typisch / Realistisches Ziel"; der Sprechertext fordert den Lerner auf, die eigene Vorher-Zahl selbst zu stoppen ✅ bewusst als Ziel gerahmt (Lehre aus dem Tiefenaudit: keine erfundenen Zeitersparnisse)
„Startliste in einer halben Stunde", „eine Stunde bis zum antwortenden Projekt" Aufwandsschätzung, als solche formuliert („schreiben Sie in …") — keine Messbehauptung ✅ Schätzung, nicht als Messung verkauft

Rechtsaussagen

Aussage im Modul Beleg
Gesundheitsdaten, Personalakten, fremde Verträge/Geheimnisse bleiben draußen („rote Ampel gilt auch hier") Verweis auf Modul 3 (Ampel); Grundlage Art. 9 DSGVO (besondere Kategorien) und vertragliche Verschwiegenheit — Modul 4 stellt keine eigenen neuen Rechtsbehauptungen auf

Was dieses Modul bewusst nicht behauptet

  • ❌ Konkrete gemessene Zeitersparnisse oder Prozentwerte — nur „Heute typisch / Realistisches Ziel".
  • ❌ Dass die KI aus dem Projekt nie erfindet — das Gegenteil wird gelehrt (Abschlussfrage: Fundstelle verlangen; Projekt-Anweisung „sage ehrlich, wenn etwas fehlt").
  • ❌ Tarif- oder Datenschutzaussagen — die gehören zu Modul 8 (dort belegt).

Modul 5 Von Hand zu automatisch

Belege geprüft: 25. Juli 2026 (Verdichtungs-Runde)

Zahlenaussagen

Aussage im Modul Beleg Status
„Ein Beleg kostet in der Verarbeitung wenige Cent" (Folie „Der Beleg-Skill arbeitet die ganze Woche für Sie", sichtbarer Hinweis + Sprechertext) Anthropic-API-Preisliste (platform.claude.com/docs/en/pricing, geprüft 25.07.2026): Haiku 4.5 $1/$5, Sonnet $3/$15 je Mio. Token. Ein Beleg-Foto liegt in der Größenordnung ~1.000–1.600 Input-Token plus wenige hundert Output-Token → rechnerisch deutlich unter 1 Cent bis wenige Cent je Beleg, selbst mit größeren Modellen. Im Abo-Tarif (Pro/Team) ist die Nutzung ohnehin pauschal enthalten. ✅ Größenordnung an der Primärquelle verifiziert; USD-Preise, bewusst nur „wenige Cent" ohne exakte Zahl
Nutzen-Tabelle „Belege erfassen 3 Std/Woche → 20 Min prüfen", „Wettbewerber-Preise 30 Min/Tag → automatisch" Keine Messung behauptet. Spaltenköpfe lauten „Heute typisch / Realistisches Ziel"; der Sprechertext sagt ausdrücklich „bewusst als realistisches Ziel, nicht als Messung" und verweist auf die eigene Vorher-Messung (Modul 10: Ausgangszahl stoppen) ✅ bewusst als Ziel gerahmt
„Das Abtippen von Hand kostet Minuten Ihrer Arbeitszeit" Triviale Alltagsbeobachtung, keine Studienzahl ✅ unstrittig

Produkt-/Strukturaussagen

Aussage im Modul Beleg
„Skill" = bei Claude eine einmal sauber erklärte, wiederholt abrufbare Aufgabe Eingeführt und belegt in Modul 2 (dort Terminologie-Basis); Anthropic-Doku zu Skills
Auslöser „nach Zeitplan" und „bei Ereignis" brauchen Zugriff auf Ablage/Postfach → Modul 10 (Anbindungen); bis dahin „auf Zuruf" Kurs-interner Verweis, deckungsgleich mit Modul 10 („Anbinden oder nicht") — bewusst keine Detail-Produktzusagen zu Automations-Features

Was dieses Modul bewusst nicht behauptet

  • ❌ Exakte Cent-Beträge oder EUR-Preise je Beleg (nur Größenordnung; Anthropic publiziert USD).
  • ❌ Dass Skills ohne Freigabe laufen sollen — das Gegenteil ist Kursprinzip.
  • ❌ Dass Zeitplan-/Ereignis-Auslöser ohne Einrichtung sofort verfügbar sind — ausdrücklich an Modul 10 (Anbindung) delegiert.
  • ❌ Gemessene Zeitersparnisse — nur „Heute typisch / Realistisches Ziel".

Modul 6 Mensch oder KI

Belege geprüft: 14. August 2026

Zahlen im Deepfake-Block

Aussage im Modul (Stand 25.07.2026) Beleg Status
Jede zehnte Person war allein im Vorjahr von Kriminalität im Internet betroffen CyMon 2026, BSI-Überschrift „Jede zehnte Person allein im Vorjahr betroffen" (bsi.bund.de, Digitalbarometer-Seite + Ergebnispräsentation) ✅ an der Primärquelle verifiziert
Betrug ist die häufigste Deliktform im Internet CyMon-2026-Kurzbericht „Online-Betrug und KI": „Bereits seit 2019 … Den größten Anteil an Straftaten im Internet stellen Betrugsformen dar." ✅ verifiziert
47 % glauben, KI-generierte Bilder erkennen zu können (Selbstüberschätzung) CyMon-2026-Ergebnispräsentation: „Knapp die Hälfte der Befragten (47 %) meint, KI-generierte Bilder erkennen zu können" ✅ verifiziert
Wenige Sekunden Tonmaterial genügen für einen Stimmklon Konsens der Sicherheitsforschung; u. a. BSI-Themenseite Deepfakes ✅ unstrittig

Regeln und Rechtsaussagen

Aussage im Modul Beleg
Rückruf-Regel: Identität bei sensiblen Anfragen (Überweisung, Kontoänderung, Datenherausgabe) über bekannten Kontaktweg rückbestätigen WKO-Empfehlungen zu CEO-Fraud/„Fake-Chef-Trick" (wko.at, Cybersecurity-Ratgeber); deckungsgleich mit BSI- und Polizei-Präventionsempfehlungen
Extern gehende KI-Texte: menschliche Freigabe vor Versand; Kenntlichmachung, wo Kunden direkt mit KI interagieren WKO-Leitlinien für den KI-Einsatz im Betrieb (Regeln zu Freigabe und Transparenz); Art. 50 KI-VO (Transparenzpflichten)
„Die Kennzeichnung verlangt ab August 2026 auch das Gesetz" Art. 50 KI-VO, Geltungsbeginn 2.8.2026 — vom Digital Omnibus (VO (EU) 2026/1744, ABl. L 24.07.2026) nicht verschoben; siehe ../07-ki-kompetenz-gesetz/QUELLEN.md
Urheberrecht: rein maschinelle Erzeugnisse ohne menschliche Schöpfung ohne Urheberrechtsschutz; Schutz erst durch eigenen schöpferischen Anteil § 1 österr. UrhG („eigentümliche geistige Schöpfung"), h. M. für EU/AT; entsprechende WKO-Hinweise zu KI und Urheberrecht
Automatisches Aussortieren/Vorsortieren von Bewerbungen = „rot"; „solche Systeme stuft das europäische KI-Recht als Hochrisiko ein" (Ampel-Folie + Sprechertext, Abschlussfrage 4) Art. 6 Abs. 2 i. V. m. Anhang III Nr. 4 lit. a KI-VO (VO (EU) 2024/1689): KI-Systeme für Einstellung/Auswahl, insb. Sichtung und Filterung von Bewerbungen, sind Hochrisiko-Systeme. Bewusst OHNE „Pflicht/Bußgeld"-Wording; Empfehlung im Kurs: für Kleinbetriebe schlicht keine automatischen Entscheidungen über Personen
KI-Ausgaben können fremde Rechte verletzen → Prüfung vor Veröffentlichung allgemeiner urheberrechtlicher Grundsatz; WKO-Hinweise zu KI-Output

Nachgezogen am 14. August 2026 — Art. 50 gilt jetzt

Stelle vorher jetzt
Modul 7, Timeline „Ab zweitem August … kommen die Kennzeichnungspflichten" Seit zweitem August … gelten die Kennzeichnungspflichten"
Modul 7, Haftungsfolie „Dazu kommt ab August … die Marktaufsicht" „Dazu arbeitet seit August … die Marktaufsicht"
Modul 6, Kennzeichnung „verlangt ab August … auch das Gesetz" „verlangt seit August … auch das Gesetz"

Was dieses Modul bewusst nicht behauptet

  • ❌ Dass man Deepfakes hören oder technisch sicher erkennen kann — das Modul sagt das Gegenteil (das Muster zählt, nicht die Stimme).
  • ❌ Konkrete österreichische Fallzahlen — belastbar lag nur die BSI-Zahl (Deutschland) vor.
  • ❌ Dass KI-Output nie schutzfähig ist — der eigene schöpferische Anteil kann Schutz begründen.
  • ❌ Versicherungs- oder bankrechtliche Detailfragen (wer bei CEO-Fraud haftet) — Orientierung, keine Rechtsberatung.

Modul 7 KI-Kompetenz: was das Gesetz verlangt

Belege geprüft: 14. August 2026

Die Pflicht

Aussage im Modul Beleg
Art. 4 KI-VO (VO (EU) 2024/1689) gilt seit 2.2.2025 Verordnungstext, Art. 4 i. V. m. Art. 113
Trifft Anbieter und Betreiber — nicht nur Hersteller Art. 4, Legaldefinitionen Art. 3
Auftragnehmer sind nicht selbst verpflichtet, müssen aber von Ihren Maßnahmen erfasst sein, wenn sie in Ihrem Auftrag mit dem System arbeiten Art. 4 („Personen, die in ihrem Auftrag … betrieben werden")
Keine Mindestgröße, keine Branchenschwelle; ausgenommen ist rein private Nutzung außerhalb der Arbeit FAQ der Europäischen Kommission zur KI-Kompetenz
Bloßes Aushändigen der Bedienungsanleitung genügt nicht dieselbe FAQ

Strafrahmen und das echte Risiko

Aussage im Modul Beleg
Die 35 Mio. € / 7 % gelten für verbotene Praktiken (Art. 5), nicht für die Kompetenzpflicht Art. 99 Abs. 3 — Art. 4 ist dort nicht genannt
Kein Zertifikat vorgeschrieben Kommission und österreichische KI-Servicestelle sagen das ausdrücklich
Das reale Risiko ist die Haftung für ungeschultes Personal Hinweis der österreichischen KI-Servicestelle (RTR)
Vier Nachweis-Unterlagen: KI-Strategie, interne Richtlinie, Schulungskonzept, Aufzeichnungen je Person Empfehlung der KI-Servicestelle
RTR beantwortet Fragen kostenlos; WKO stellt Muster-Richtlinien für KMU bereit RTR-KI-Servicestelle, WKO

✅ Omnibus-Aussagen am 25.07.2026 an der PRIMÄRQUELLE (EUR-Lex) verifiziert

Aussage im Modul Befund an der Primärquelle
„Sie schulden Maßnahmen, die KI-Kompetenz fördern, kein garantiertes Niveau je Person" Bestätigt (VO (EU) 2026/1744). Art. 4 verlangt nunmehr Maßnahmen zur Förderung der KI-Kompetenz („take measures to promote AI literacy") statt „sicherstellen"; ein bestimmtes Kompetenzniveau je Person ist ausdrücklich nicht geschuldet. Kommission und Mitgliedstaaten sollen Kompetenzaufbau unterstützen.
„Hochrisiko-Regeln verschoben auf Dezember 2027" Bestätigt (VO (EU) 2026/1744). Anhang III (eigenständige Hochrisiko-KI): 2. Dezember 2027. Anhang I (KI in regulierten Produkten): 2. August 2028.
„Ab 2. August 2026 kommen die Kennzeichnungspflichten" (Fristen-Folie) Bestätigt: Der Geltungsbeginn von Art. 50 bleibt der 2. August 2026 (Übergangsfenster nur für Bestandssysteme/Umsetzungsdetails). Wer die Omnibus-Verschiebung pauschal auf „alles ist später" verkürzt, liegt hier falsch.

Nachtrag 2026-07-27: Art.-4-Prüfung — was belegt ist und was nicht

Kursaussage Ergebnis
Verpflichtet sind Anbieter und Betreiber trifft zu — beide Gruppen sind ausdrücklich adressiert
Geschuldet sind Maßnahmen, kein garantiertes Niveau je Person trifft zu — „to their best extent"
Auch Personen, die im Auftrag mit dem System befasst sind, sind erfasst trifft zu
Keine Mindestgröße, keine Branchenschwelle trifft zu — der Artikel kennt keine solche Ausnahme

Nachgezogen am 14. August 2026 — Art. 50 gilt jetzt

Stelle vorher jetzt
Modul 7, Timeline „Ab zweitem August … kommen die Kennzeichnungspflichten" Seit zweitem August … gelten die Kennzeichnungspflichten"
Modul 7, Haftungsfolie „Dazu kommt ab August … die Marktaufsicht" „Dazu arbeitet seit August … die Marktaufsicht"
Modul 6, Kennzeichnung „verlangt ab August … auch das Gesetz" „verlangt seit August … auch das Gesetz"

Was dieses Modul bewusst nicht behauptet

  • Konkrete Bußgeldhöhen für die Kompetenzpflicht — es gibt keine; wer sie nennt, erfindet sie.
  • Dass eine Teilnahmebestätigung die Pflicht erfüllt. Das Modul sagt ausdrücklich das Gegenteil: sie ersetzt keine Pflicht, sie erspart die Beweisführung.
  • Dass man diesen Kurs braucht. Das Modul sagt, der Betrieb darf alles selbst intern machen — das Gesetz erlaubt es ausdrücklich.
  • Aussagen zu nationalen Durchführungsgesetzen außerhalb Österreichs.
  • Rechtsberatung. Der Kurs gibt Orientierung; die Formulierung steht im Sprechertext.

Modul 8 Welchen Claude Sie brauchen

Belege geprüft: 22. Juli 2026

Preise (claude.com/pricing, support.claude.com)

Aussage im Modul Beleg
Free 0 · Pro 20 USD/Mon. (17 jährlich) · Team 25 USD/Sitz (20 jährlich) · Enterprise ab 20 USD/Sitz + Verbrauch claude.com/pricing
Team ab ZWEI Mitgliedern support.claude.com: „Team plans require a minimum of two members."
Nutzungslimits mit Reset (Session + Woche) support.claude.com, Pro-Artikel
Zusatzguthaben lässt Nutzung zu API-Raten weiterlaufen support.claude.com, „Manage extra usage"

Datenschutz je Tarif (privacy.claude.com, code.claude.com/docs/data-usage)

Aussage im Modul Beleg
Free/Pro/Max: Training mit Nutzereingaben, wenn Einstellung an (Default an, abschaltbar) code.claude.com/docs/en/data-usage
Aufbewahrung 5 Jahre mit Zustimmung, 30 Tage ohne dieselbe
Team/Enterprise/API: kein Training per Default „does not train generative models … under commercial terms"
DPA automatisch Teil der Commercial ToS, inkl. SCC privacy.claude.com, DPA-Artikel
Keine EU-Datenresidenz über claude.ai / Team / Enterprise claude.com/regional-compliance listet für Europa nur AWS Bedrock und GCP Vertex; der First-Party-Dienst taucht in der Regionstabelle nicht auf

Was dieses Modul bewusst nicht behauptet

  • EUR-Preise. Anthropic publiziert nur USD („pricing in your local currency where supported"). Umrechnen und als Fakt verkaufen wäre erfunden — das Modul nennt USD und sagt das dazu.
  • „Claude for Small Business" ist ein Tarif. Es ist ein Connector-/Workflow-Paket in Cowork, kein Preistarif; die EU/AT-Verfügbarkeit ist auf beiden offiziellen Seiten nicht genannt.
  • Datei-Upload-Grenzen (30 MB / 20 Dateien o. ä.) — nur Drittquellen, keine Anthropic-Seite.
  • Konkrete Wochenlimit-Zahlen — Anthropic veröffentlicht nur Relationen, keine Absolutwerte.
  • Artifacts- und MCP-Tarifzuordnung — keine offizielle Tarif-Matrix auffindbar.

Modul 9 Gut fragen und Fehler erkennen

Belege geprüft: 25. Juli 2026 (Verdichtungs-Runde)

Belegte Aussagen

Aussage im Modul Beleg
Die EU-Kommission zählt das Verständnis des Erfindungs-Risikos ausdrücklich zum Kern der KI-Kompetenz (Folie „Die KI sagt nicht die Wahrheit…") FAQ der Europäischen Kommission zur KI-Kompetenz (dieselbe Quelle wie Modul 7, dort verlinkt/belegt)
KI gibt das Wahrscheinliche aus und füllt Wissenslücken mit plausibel Klingendem, im selben sicheren Ton Grundprinzip generativer Sprachmodelle; deckungsgleich mit Modul 1 („Wenn die KI erfindet") — keine Zahlenbehauptung

Was dieses Modul bewusst nicht behauptet

  • Konkrete Zeitersparnis-Prozente oder -Messungen durch gutes Prompten — es gibt keine eigene Messung; Nutzenmessung lehrt Modul 10 mit den Zahlen des Betriebs.
  • „Geheime Zauberwörter"/Prompt-Tricks mit garantierter Wirkung — das Modul sagt das Gegenteil; auch der Satz „bitte sagen statt raten" wird ehrlich als „wirkt nicht immer, aber oft" gerahmt.
  • Konkrete Normen-, Paragraphen- oder Fristenwerte in den Beispielen — die Beispiele erzählen bewusst, DASS solche Angaben erfunden werden, ohne selbst welche zu behaupten.

Modul 10 Anbindung und Einführung im Betrieb

Belege geprüft: 25. Juli 2026 (Verdichtungs-Runde)

Anbindungen („Connectors")

Aussage im Modul Beleg
Anbindungen heißen in der Claude-Oberfläche „Connectors" Anthropic-Produktoberfläche/Support-Doku (Begriff seit 2025 etabliert)
Die Microsoft-365-Anbindung muss der Administrator einmalig freigeben (Admin Consent) support.claude.com, Microsoft-365-Connector-Artikel
Mit privaten Microsoft-Konten funktioniert sie nicht (nur Arbeits-/Schulkonten) dieselbe Quelle
Im Team-/Enterprise-Tarif entscheidet der Konto-Eigentümer/Admin, welche Connectors erlaubt sind support.claude.com, Connector-Verwaltung für Organisationen; deckt sich mit Modul 8 („Eigentümer gibt Anbindungen frei")
„In allen Tarifen verfügbar" (M365/Google-Connector) Bestandsaussage des Moduls (Anthropic-Doku); 🔴 wie die offenen M8-Punkte vor dem Verkauf am echten AT-Konto gegenchecken

Betriebsrat (Österreich)

Aussage im Modul Beleg
Systeme, die geeignet sind, Mitarbeiterverhalten zu erfassen, können eine Betriebsvereinbarung erfordern; es zählt die Eignung, nicht die Absicht § 96 Abs 1 Z 3 ArbVG (Kontrollmaßnahmen, die die Menschenwürde berühren — zustimmungspflichtig); bewusst weich formuliert („können … erfordern"), keine Einzelfall-Rechtsberatung
Unter fünf Beschäftigten gibt es keinen Betriebsrat § 40 Abs 1 ArbVG (Betriebsrat ab dauernd mindestens fünf Arbeitnehmern)

Was dieses Modul bewusst nicht behauptet

  • ❌ Konkrete Zeitersparnisse oder Erfolgsquoten von KI-Einführungen.
  • ❌ Rechtsaussagen zu Betriebsvereinbarungen außerhalb Österreichs.
  • ❌ Verfügbarkeits- oder Funktionszusagen für eigene Systeme (Warenwirtschaft etc.) — ausdrücklich als „eigenes Projekt" gerahmt.

Diese Übersicht wird aus den Belegdateien des Kurses erzeugt, nicht von Hand gepflegt –
sie kann dem Kurs deshalb nicht davonlaufen. Rechtsangaben sind Orientierung und ersetzen keine
Rechtsberatung. Claude ist eine Marke der Anthropic PBC; dieser Kurs ist ein unabhängiges Angebot.